„Honig im Kopf“ erzählt die Geschichte der ganz besonderen Liebe zwischen der elfjährigen Tilda und ihrem Großvater Amandus. Das humorvolle, geschätzte Familienoberhaupt wird zunehmend vergesslich und kommt mit dem alltäglichen Leben im Hause seines Sohnes Niko, gespielt von Til Schweiger, nicht mehr alleine klar. Obwohl es Niko das Herz bricht, muss er bald einsehen, dass für Amandus, der von Didi Hallervorden gespielt wird, der Weg in ein Heim unausweichlich ist. Doch Tilda will sich auf keinen Fall damit abfinden. Kurzerhand entführt sie ihren, an Demenz erkrankten Großvater auf eine erlebnisreiche und unvergessliche Reise, um ihm seinen größten Wunsch zu erfüllen: Noch einmal Venedig sehen.

Als ich diesen Film das erste Mal gemeinsam mit meinen Kindern sah, hatten wir zwar alle unseren Spass und mussten während des Films auch viel lachen, doch wurde es stellenweise ruhig und ich merkte selbst, dass meine Kinder nachdenklich wurden. Stellenweise flossen sogar die Tränen. Gerade für Menschen, die sich mit Demenz bislang nicht wirklich auseinandergesetzt haben, kann ich diesen Film wirklich ans Herz legen. Und auch wenn man während des Films viel über Amandus lachen muss, so sei eines gesagt: In der Realität schaut es oftmals nicht anders aus. Nur dass hier den Angehörigen, wie auch im Film, nicht nach Lachen zu Mute ist. Brennende Herde und Orientierungslosigkeit bei Demenzkranken sind gerade für Angehörige eine große Belastung.

Wenn auch Sie eine an Demenz erkrankte Person in ihrer Familie haben, werden Sie nach diesem Film die Krankheit möglicherweise mit anderen Augen sehen. Ich kann diesen Film nur jedem ans Herz legen. Honig im Kopf ist für alt und jung. Danke Til Schweiger für diesen Film!

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